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Ontdek de verhalen van Zuid-Holland

Kulturerbe auf Goeree-Overflakkee

(DUITS) Insel im Herzen des Deltas

Goeree-Overflakkee ist eine schöne Insel mit spannender Vergangenheit. Sie gehört zu den südholländischen Inseln, auch wenn viele Menschen glauben, sie sei zeeländisch. Das hat zweifelsohne mit der geografischen Lage und dem Dialekt zu tun. Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts waren Goeree und Overflakkee zwei Inseln. Das änderte sich 1751, als auf Initiative der Ständeversammlung von Holland und West-Friesland der sogenannte „Statendam“ angelegt wurde. Seither kann man von einer Insel sprechen: Goeree-Overflakkee. In der Geschichte der Insel spielt das Wasser eine wichtige Rolle – als Feind, aber auch als Freund. Vieles aus der Vergangenheit ist auf Goeree-Overflakkee erhalten geblieben. 

undefinedDie südholländischen Inseln Ende des 16. Jahrhunderts. Zacharias Heyns, Duvelandia et Vornia, 1598. (Regionalarchiv Goeree-Overflakkee)

Kleine Inseln, Salzwiesen, Sandbänke
Der westliche Teil der Insel, Goeree, hat ein respektables Alter. Hier wurden Überreste römischer Siedlungen und sogar Spuren aus der Eisenzeit gefunden. Im späten Mittelalter lag hinter den Resten des damaligen Strandwalls ein weitläufiges Moorgebiet mit Wasserläufen. Durch das Auswaschen der Wasserläufe und Überschwemmungen entstand dort ein Wirrwarr aus kleinen Inseln, Salzwiesen und Sandbänken. Auf den Inseln konnten dauerhaft Menschen wohnen, auf den Salzwiesen und Sandbänken hielten sie sich jedoch nur in den Sommermonaten auf. Sie gingen der Fischerei, der Schafhaltung und der Salzgewinnung nach. Aufgrund der Salzgewinnung sank der Boden ab. Wenn schließlich ein Abschnitt der Salzwiesen oder eine Sandbank „ausgeschöpft“ war, wurde das Land wieder den Elementen überlassen. 

Nach der Elisabethenflut (1421) beschleunigte sich die Ablagerung von Schlick auf den Salzwiesen und den Sandbänken, sodass die Besitzer die Flächen immer häufiger eindeichten. Die ältesten Polder, Dirksland und Herkingen, waren schon vor der Elisabethenflut eingedeicht (1416 und 1420), anschließend folgten Grijsoord (1438), Middelharnis-Sommelsdijk (1465) und Ooltgensplaat (1483). So entstanden fruchtbare Polder mit einem Dorf – vier kleine Inseln umgeben von breiten Wasserläufen. Als diese versandeten, entstanden erneut angeschwemmte Flächen, die wiederum eingepoldert wurden. 

So wuchsen die eingedeichten Flächen und die Sandbänke aufeinander zu, bis schließlich das heutige Goeree-Overvlakkee entstand. Mit insgesamt etwa 100 großen und kleinen Poldern wurde die Insel größtenteils von Menschenhand erschaffen. Das Muster, das die Deiche bilden, zeigt den Aufbau der Insel und ist in der Landschaft noch immer gut erkennbar. 

undefinedSommelsdijk als Schlüsseldorf. Detail einer Karte aus dem Caert-bouck van de H. Geest en Kerkelanden, gezeichnet von Abraham Meulwerf 1616. (Regionalarchiv Goeree-Overflakkee)

Dörfer und Häfen
Bei der Einpolderung legte man einen Deich um eine Sandbank oder eine Salzwiese an. Die Priele, Reste der Wasserläufe im nicht eingedeichten Gebiet, dienten der Entwässerung der Polder. Wo ein Priel auf einen Deich stieß, wurde ein Siel, also eine Entwässerungsschleuse, gebaut, die das überschüssige Polderwasser bei Ebbe ableiten konnte. An dieser günstig gelegenen Stelle wurde für gewöhnlich ein Dorf gegründet, und zwar mit einem Hafen, der ausreichend Tiefgang besaß, weil der Entwässerungsvorgang eine Rinne schuf. Ein Hafen war lebensnotwendig, denn dieser sicherte die Verbindung zur Außenwelt.

Übrigens entstand in den später angelegten Poldern nicht immer ein Dorf. Das jüngste Dorf auf Goeree-Overflakkee ist Stellendam; es wurde Ende des 18. Jahrhunderts gegründet. Die anderen Dörfer stammen aus der Zeit vor 1550. Auf der Insel gibt es eine einzige Stadt: Goedereede, die 1312 Stadtrechte erhielt. Die meisten Dörfer aus dem 15. Jahrhundert wurden als Ringdeich-Dörfer errichtet. Der Grundriss dieser Dörfer hat die Form eines Schlüssels. So ein Schlüsseldorf besitzt einen Kirchenring mit Wassergraben, eine Hauptstraße zwischen dem Ring und dem Seedeich und Nebenstraßen hinter der Hauptstraße und dem Ring. Häuser wurden an der Hauptstraße, am Ring und auf dem Seedeich gebaut.

Aufgrund der günstigen Lage der Inseln und der Existenz vieler Häfen entwickelten sich wohlhabende Orte wie Goedereede, Dirksland, Sommelsdijk und Middelharnis. Die jungen Polder lieferten gute Ernten, zudem florierte die Fischerei. Den Wohlstand verdankte man dem Wasser, aber es barg auch Gefahren: Die Polder wurden regelmäßig überflutet. Vor allem die Überschwemmungen der Jahre 1530, 1570 und 1682 richteten große Schäden an. Hier und da sind die Spuren der Deichbrüche in Form von Wehlen (auch Kolke oder Bracks genannt) noch sichtbar.

undefinedIn den fünfziger Jahren wurden höhere und stärkere Deiche gebaut.  (Regionalarchiv Goeree-Overflakkee)

Hafenkanäle
Aufgrund immer neuer angeschwemmter Flächen und Einpolderungen wuchs die Insel und die Häfen wurden dadurch immer schwieriger zu erreichen. Das Problem wurde gelöst, indem man Hafenkanäle ausgrub, die Zugang zum offenen Gewässer und somit zum gegenüberliegenden Ufer (Südholland), nach Zeeland und Brabant schufen. Bört- und Marktschiffer fuhren jahrhundertelang vor allem nach Rotterdam und Dordrecht.

Die Hafenkanäle, die in einigen Fällen immer wieder verlängert werden mussten, waren manchmal kilometerlang. So misst der Hafenkanal von Dirksland rund 5,5 Kilometer. Es gibt auch Hafenkanäle bei Goedereede, Stellendam, Middelharnis, Ooltgensplaat und Oude-Tonge. Diese Linien in der Landschaft erzählen die Geschichte der langsam, aber sicher wachsenden Insel und der Notwendigkeit, den Transport über das Wasser weiter zu ermöglichen. 

Ein Hafenkanal erforderte immerzu Aufmerksamkeit, um den Hafen schiffbar zu halten und die Entwässerung der Polder zu garantieren. Vor diesem Hintergrund wurde 1790 eine Kammerschleuse im Hafen von Dirksland errichtet. Diese „Sas van Dirksland“ – zusammen mit dem Schleusenwärterhaus einer der schönsten Orte auf der Insel – steht unter Denkmalschutz. 

Den Hafen hielt man auch schiffbar, indem man ihn regelmäßig spülte. Bei Hochwasser lief der hinter dem Hafen angelegte Spülgraben voll Wasser, bei Ebbe ließ man es mit voller Kraft wieder ab. So wurde der versandete Kanal wieder gesäubert. Mit Wasser gefüllte Spülgräben gibt es noch an den Häfen von Goedereede, Sommelsdijk, Ooltgensplaat und Oude-Tonge. In Dirksland und Middelharnis sind die zugeschütteten Gräben noch gut sichtbar.

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Goedereede als Hafenstadt. J. Peeters und G. Bouttats aus Thoneel der Stede ende Sterckten van ’t Vereenight Nederlandt, 1674. Es wird die Situation von etwa 100 Jahren zuvor wiedergeben.

Fischerei und Landwirtschaft
Über viele Jahrhunderte war Middelharnis der wichtigste Fischerort auf der Insel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es jedoch mit der Fischerei vorbei. Rund um den Hafen sieht man noch Fischlagerhäuser, Fischerhäuschen und eine Schiffswerft. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wuchsen Stellendam, Goedereede-Havenhoofd und Ouddorp zu Fischerorten von Bedeutung. Von den Häfen aus wurden hauptsächlich landwirtschaftliche Erzeugnisse verschifft. Vor allem im Herbst, während der Zuckerrübenkampagne, herrschte geschäftiges Treiben rund um die Häfen. Jeder Hafen besaß ein oder zwei „Rübenkais“. Dort wurden die Zuckerrüben vorübergehend gelagert, um anschließend mit hölzernen Schubkarren auf die Schiffe verladen zu werden. An den Häfen und Hafenkanälen stehen hier und da noch alte Lagerhäuser und Scheunen für landwirtschaftliche Erzeugnisse, wie Kartoffeln, Zwiebeln und – besonders in Ouddorp – Zichorien. In Ouddorp befanden sich mehrere Zichorien-Trockenschuppen. Einen gibt es noch: Ceres (1905). 

Im Laufe der 60er und 70er Jahre verloren die landwirtschaftlichen Häfen an Bedeutung für die Berufsschifffahrt. Die meisten Häfen haben nun eine Funktion im Erholungs- und Freizeitbereich.

undefinedFischereiflotte im Hafen von Middelharnis Ende des 19. Jahrhunderts. (Fotosammlung Regionalarchiv Goeree-Overflakkee) 

Verbindungen
Jahrhundertelang besaß Goeree-Overflakkee eine sehr günstige Lage für die Schifffahrt. Dadurch war die Insel, trotz der Tatsache, dass sie nur per Boot erreichbar war, nicht isoliert. Von Isolierung konnte man erst im Laufe des 20. Jahrhunderts sprechen, als der Verkehr auf den Straßen zunahm. Eine wichtige Verbindung auf der Insel war die Straßenbahnlinie. Die Rotterdamer Straßenbahngesellschaft „Rotterdamsche Tramweg Maatschappij“ (RTM) betrieb diese Linie von 1909 bis 1956. Die Mobilität verbesserte sich, und zwar nicht nur zwischen den Dörfern, sondern auch zum gegenüberliegenden Ufer, denn zwischen Middelharnis und Hellevoetsluis wurde eine Fährverbindung eingerichtet. 1964 erhielt die Insel die erste feste Verbindung zum Ufer: die Haringvliet-Brücke. Später folgten, als Teil der Deltawerke, weitere Verbindungen. 

undefinedZichorien-Trockenschuppen „Ceres“ aus dem Jahr 1905. In Ouddorp gab es fünf solcher „Fabriken“. Ceres ist die einzige, die erhalten ist. (Foto Hans Villerius)

Katastrophe und Deltawerke
Die Flutkatastrophe vom 1. Februar 1953 war eine Überschwemmung ungeahnten Ausmaßes. Viele Deiche brachen. Auf Goeree-Overflakkee, wo nur Dirksland, Melissant und Ouddorp nicht unter Wasser standen, sind fast fünfhundert Menschen ertrunken. Oude-Tonge wurde mit 304 Opfern am härtesten getroffen. Mehrere Denkmäler, gestiftete Holzhäuser und Straßennamen erinnern noch an diese große Naturkatastrophe. Die Deltawerke sollten eine neue Katastrophe verhindern. Man erhöhte und verstärkte die Deiche und baute mehrere Dämme und Schleusenkomplexe, die Goeree-Overflakkee mit dem Festland verbanden. 

undefinedFlutkatastrophe in Oude-Tonge, 1. Februar 1953. Dieses Dorf wurde bei der Katastrophe schwer getroffen und hatte viele Todesopfer zu beklagen. (Fotosammlung Regionalarchiv G-O)

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